Photovoltaik
Einige Aussteller von solarthermischen Produkten (wie Siko-Solar, SOLution, Viessmann) präsentierten auch PV-Module. Bei Inselanlagen werden Akkumulatoren geladen, bei netzgekoppelten PV-Paneelen dient das Netz als Puffer; der Solarstrom wird eingespeist und umgekehrt wird Strom bezogen.
Es wird u. a. dafür geworben, PV-Strom zum Antrieb von Wärmepumpen zu verwenden. Dazu geben die Förderbestimmungen in Österreich einen Anreiz: In Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark ist bei Wärmepumpen der Antrieb mit PV-Strom oder das Bestehen eines Vertrages mit einem Ökostrom-Lieferanten Voraussetzung für die Förderung von Wärmepumpenanlagen.
Wärmepumpen
Diese werden vielfach im Set einschließlich Brunnen- oder Tiefenbohrung und Behördenwegen angeboten. Einige Aussteller informierten über den Einsatz der Wärmepumpe zur Raumkühlung, die ebenso an Kundeninteresse gewinnt wie die solare Kühlung. Bei der Kombination von Wärmepumpen mit Solarthermie besteht ein neuer Trend, dem sich vorerst jedoch wenige Anbieter anschließen. Demnach sollen Wärmepumpe und Solaranlage nicht abwechselnd arbeiten, sondern die Wärmepumpe soll sich zum Teil auf die von den Kollektoren bereitgestellte Solarwärme stützen.
Die Anlage Kombisol von Siko Solar besteht aus einer Sole/Wasser-Wärmepumpe mit einem Erdkollektor aus horizontal verlegten Kunststoffrohren und einer Solaranlage. Im Sommer wird überschüssige Wärme von der Solaranlage über den Erdkollektor im Erdreich gespeichert, um im Winter der Wärmepumpe zur Verfügung zu stehen. Ein weiteres Bespiel für eine Synergie mit Solarthermie ist die Gas-Zeolith-Wärmepumpe zeoTherm von Vaillant. Sie wurde vorgestellt, soll aber erst im vierten Quartal 2010 auf den Markt kommen. Wesentliche Teile sind ein Zeolith-Modul, eine Gas-Brennwertzelle und thermische Solarkollektoren. Kompressor ist keiner vorhanden. Der Zeolith ist extrem hydrophil, er nimmt Wasserdampf heftig auf, wobei Adsorptionswärme frei wird. In dem unter Vakuum stehenden Zeolith-Modul befinden sich Zeolith-Kügelchen. Der Zeolith wird durch die Gas-Brennwertzelle erhitzt und das Wasser wird ausgetrieben (Desorption) und kondensiert unten im Modul, Kondensationswärme wird frei.
(Redaktion: DI. Dr. Udalfried Krames, Gebäude Installation)
FACTBOX
Förderbestimmungen in Österreich
In Wien, Niederösterreich, Vorarlberg und Tirol wird für Neubauten oder Sanierungen, wenn eine Heizanlage mit Gas- oder Ölkessel eingebaut wird, die Wohnbauförderung nur unter der Auflage gewährt, wenn mit dem Kessel eine solarthermische Anlage kombiniert wird. Analog wird ein Kesseltausch gegen einen Gas- oder Ölkessel nur in Kombination mit einer solarthermischen Anlage gefördert. Die Vorgabe, gleichzeitig eine Solaranlage zu errichten, entfällt bei Fernwärmeanschluss, Biomassekesseln und Wärmepumpen.
Im Burgenland gelten die gleichen Bedingungen, aber der Kesseltausch wird dort nicht gefördert. In Oberösterreich und der Steiermark werden nur Neubauten gefördert, sonst unter den gleichen Voraussetzungen, wie in Wien usw. In Salzburg und Kärnten sind die diesbezüglichen Förderbestimmungen derzeit noch in Schwebe. Abgesehen von alldem werden solarthermische Anlagen, Biomassekessel und Wärmepumpen gefördert, allerdings mit deutlichen Unterschieden der Voraussetzungen und Beträge je nach Bundesland (oder Bund, wenn es sich um gewerbliche Anlagen handelt).
Für die Angaben über Förderungen kann hier jedoch keine Garantie übernommen werden. Im konkreten Anwendungsfall muss der Interessent ohnehin bei den relevanten Stellen die auf seine geplante Anlage zutreffenden Vorgaben und Förderbeträge erfragen. Eine Reihe von Anbietern hat sowohl Kessel und/oder Wärmepumpen als auch solartechnische Produkte im Portfolio, aber auch auf Kessel spezialisierte Hersteller sehen meist an den Speichern Anschlüsse für Solarkreisläufe vor.





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