Interview mit DI Rudolf Hochwarter
Warum wurde der Lehrgang neu organisiert-/strukturiert?
DI Rudolf Hochwarter: Die Gebäudetechnik hat sich in den letzten Jahren sehr dynamisch entwickelt (Alternativenergie, Energierichtlinien, Technologien, …) und die Forderungen der Wirtschaft sowie der gesamten Branche waren, die Ausbildung entsprechend zu adaptieren und attraktiv zu machen. Es werden viel mehr Absolventen gesucht, als wir ausbilden.
Der Lehrgang wäre fast schon fallen gelassen worden – warum dies?
Hochwarter: Wir waren bis dato ein Ausbildungsschwerpunkt in der Höheren Lehranstalt für Maschineningenieurwesen. Mit den neuen Bildungsstandards wäre es nicht möglich gewesen, die Gebäudetechnik entsprechend abzubilden. Daher wurde eine eigenständige Lösung gesucht und mit der neuen Abteilung auch gefunden.
Wie hoch ist die Anmelde- bzw. antizipierte Drop-out-Rate?
Hochwarter: Wir haben derzeit gut 100 Anmeldungen in Pinkafeld.
Beschreiben Sie bitte kurz das mögliche Berufsfeld nach Absolvierung!
Hochwarter: Die Absolventen und Absolventinnen der Höheren Lehranstalt für Gebäudetechnik sind aufgrund ihres fundierten ingenieurwissenschaftlichen Wissens unter anderem befähigt, eigenverantwortlich in der Planung, Ausschreibung, Abwicklung von Bewilligungsverfahren und in der Bauleitung gebäudetechnischer Anlagen sowie im Facility-Management tätig zu werden. Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Regelungs-, Leit- und Sicherheitstechnik, die sich mit der elektronischen Vernetzung der verschiedenen Teilanlagen auseinandersetzt.
Sehen Sie eine Wechselwirkung bzw. Konkurrenz zwischen Lehre und der HTL-Ausbildung?
Beide Ausbildungsprofile haben ihre Berechtigung und werden gebraucht.
(Redaktion: Gebäudeinstallation)






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