26.07.2010
Gebäudeintegrierte Solartechnik

Ziel dieser Veranstaltung ist es, die bauliche Integration von Solartechnik zu fördern und dabei insbesondere Funktion und Gestaltung zu verbinden.(mehr lesen) Das von der Sunways AG unterstützte Symposium gehört zu einem internationalen Projekt, das von der Hochschule Konstanz, der Universität St. Gallen, der Hochschule Liechtenstein, der Hochschule für Technik Rapperswil sowie der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften getragen wird. Eine multifunktionelle Gebäudehülle ersetzt bei gebäudeintegrierter Photovoltaik oder -überdachung (Regen- und Sonnenschutz, Energieerzeugung, Design und Gestaltung) die herkömmlichen Baumaterialien.
Die Betriebskosten der Gebäude können teilweise durch die Stromproduktion gedeckt werden. Eine Amortisation der Mehrkosten erfolgt – je nach Komplexität der Fassade – nach 10-20 Jahren. Im Unterschied zu ständig steigenden Baukosten, sinken die Kosten für PV-Systeme kontinuierlich. Daher könnten in wenigen Jahren Fassaden mit integrierter Photovoltaik günstiger als die bisherigen Baumaterialien sein. Darüber hinaus bieten entsprechende Lösungen mehr Unabhängigkeit von Energieversorgern bis hin zur Energieautarkie, d.h. der Selbstversorgung. Gemäß Vorgaben der EU sollen ab 2019 alle Neubauten energieautark sein.
Im Rahmen des „Solardecathlon Europe 2010“ unterstützt die SunwaysAG das Gebäudeprojekt „home+“ der Hochschule für Technik in Stuttgart, wo die dortige Fakultät für Architektur und Gestaltung zeigen möchte, dass es möglich ist, anspruchvolle Architektur und Stromerzeugung durch Photovoltaik miteinander zu verbinden. Moderne dach- oder fassadenintegrierte Photovoltaik-Module sind hervorragend als Gestaltungsmittel für Gebäudefassaden und Indachanlagen geeignet. Sunways stellt für das Projekt farbige Solarzellen zur Verfügung.
Der „Solardecathlon“ ist das globale Event für den kreativen Architektennachwuchs im Bereich der Gebäudeintegration erneuerbarer Energien. 20 ausgewählte Hochschulteams aus der ganzen Welt treten an, um bis Juni 2010 ein ausschließlich mit solarer Energie betriebenes Wohnhaus zu entwerfen und zu bauen. Im Anschluss daran werden dann die Häuser aller Teams in Madrid der Öffentlichkeit präsentiert und die Sieger gekürt. 2003 wurde dieser Wettbewerb vom US-amerikanischen Energieministerium ins Leben gerufen. 2010 findet er nun zum ersten Mal in Europa statt.
Das aus dem Wettbewerb von 2007 siegreich hervorgegangene Projekt der Technischen Universität Darmstadt wurde anschließend im Rahmen eines Forschungsprojektes des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung weiterentwickelt. Seit 2009 wird es als „Plus-Energie-Haus" (das mehr Energie produziert, als verbraucht wird) in mehreren deutschen Städten ausgestellt zuletzt in Frankfurt am Main. Eine Besonderheit des Gebäudes sind transparente Sunways Solarmodule als Überdachung der Veranda: Zusätzlich zur Stromgewinnung sorgen die lichtdurchlässigen Elemente auch für Sonnen- und Sichtschutz.
Michael Wilhelm, Vorstandsvorsitzender der Sunways AG, kommentiert das Engagement des Unternehmens im Bereich der gebäudeintegrierten Photovoltaik: „Bei modernen Büro-, Funktions- und Repräsentationsgebäuden finden sich vielfach Konstruktionen aus Glas und Stahl, die sich hervorragend für den Einsatz von gebäudeintegrierter Photovoltaik eignen. Mit Blick auf eine nachhaltige Energieversorgung sehen wir hier für die Zukunft ein erhebliches Wachstumspotenzial. Denn GIPV bietet die einzigartige Möglichkeit, individuelles Gebäudedesign mit regenerativer Energiegewinnung zu verbinden.“

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