05.07.2010
Ausschreibung für Energie-Modellregionen
„Die täglichen Bilder der Ölkatastrophe in Mexiko machen vor allem eines klar: die Zeit ist mehr als reif für den Ausstieg aus der fossilen Energie. Es gibt umwelt- und klimafreundliche Alternativen – man muss sie nur nutzen! Mein Ziel ist es, möglichst viele Regionen und Gemeinden zu unterstützen, mindestens ihren Eigenbedarf an Strom und Wärme selbst zu erzeugen. Damit werden sie einerseits unabhängiger von Importen fossiler Energieträger, schaffen regionale Wertschöpfung und green jobs und leisten überdies einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Erreichung des Ziels 34 Prozent erneuerbare Energie.“, so Minister Berlakovich.
Das Förderprogramm für Klima- und Energie-Modellregionen startete 2009 und die Resonanz auf diese Ausschreibung war enorm: vom Neusiedlersee bis zum Bodensee qualifizierten sich insgesamt 37 österreichische Regionen, die sich in den nächsten Jahren zu Vorzeigeregionen entwickeln werden, als Klima- und Energie-Modellregion. Der Klima- und Energiefonds stellt für die zweite Ausschreibung des bislang sehr erfolgreichen Programms 4 Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem Programm sollen Klima- und Energie-Modellregionen bei der Gründung und während der Aufbauphase unterstützt werden. Für diese Fördermaßnahme eignen sich vor allem Regionen im ländlichen Raum bis hin zu kleinregionalen Agglomerationen im Umfeld von Kleinstädten. Die Größe der Region wurde mit einer Einwohnerzahl von 60.000 limitiert. „Wir bringen österreichische Regionen auf den Weg in die energieautarke Zukunft. Diese Klima- und Energie-Modellregionen zeigen modellhaft, wie die Nutzung regionaler Ressourcen forciert werden kann. Bislang konnten wir 437 Gemeinden mit 840.000 Menschen, das sind immerhin 10 Prozent der Österreichischen Bevölkerung, in diesen Prozess involvieren“, erläutert Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds das Ziel der Ausschreibung.
Durch die Verwendung lokaler Ressourcen und den Einsatz von Erneuerbaren Energien können Kosten gesenkt und die Umwelt geschont werden. Von Klima- und Energiemodellregionen kommen neben umweltrelevanten Aspekten wie der Reduktion von Treibhausgasen auch wichtige wirtschaftliche Impulse im Hinblick auf neue Arbeitsplätze. „Österreich ist reich an Erneuerbarer Energie. Wenn wir diese Chancen nutzen, werden alle davon profitieren, die Bevölkerung, die Wirtschaft und vor allem die Umwelt.“, meint Minister Berlakovich abschließend.
Ausschreibungsdauer: bis 27.10. 2010
Details zum Förderprogramm „Klima- und Energiemodellregionen“ unter:
www.klimafonds.gv.at/klimaundenergiemodellregionen
Rückfragehinweis:
Klima- und Energiefonds
Gumpendorferstraße 5/22
01/585 03 90/23

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