05.07.2010
Photovoltaik-Förderaktion 2010
Im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierten vor kurzem Umweltminister Niki Berlakovich und Klima- und Energiefonds Geschäftsführer Ingmar Höbarth die "Photovoltaik-Förderaktion 2010".
Auch dieses Jahr startet der Klima- und Energiefonds wieder eine Photovoltaik-Förderaktion, zur Errichtung von Photovoltaikanlagen privater Haushalte mit einer maximalen Leistung von fünf Kilowatt-Peak. "Es freut mich, dass wir mit dem Schwerpunkt "Photovoltaik" heuer 35 Millionen Euro an Private vergeben können. Das ist fast doppelt so viel wie 2009. Der Ausbau der Photovoltaik ist die zukunftsweisende Technologie zur klimafreundlichen Produktion von Strom. Diese Förderaktion leistet deshalb einen wichtigen Beitrag zur Erreichung unseres Zieles von 34Prozent-Anteil erneuerbare Energie und bringt uns einen Schritt näher zur Energieautarkie in Österreich", untermauert Umweltminister Niki Berlakovich die Aktion. Die Fördersumme beschränkt sich auf maximal 30 Prozent der Investitionskosten, 70 Prozent der Kosten trägt der Errichter der Anlage.
Dennoch zeigt sich Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds erfreut über die Aktion: "Mit diesen 35 Millionen Euro können dreimal so viele Anlagen wie 2009, das sind mindestens 5.500 Anlagen – mit einer Gesamtleistung von 25,8 MW – gefördert werden. Auch die österreichische Wirtschaft profitiert von der PV-Aktion mit rund 110 Millionen Euro an zusätzlichen Umsätzen".
Höhere Fördersätze für „Gebäudeintegrierte Photovoltaik"
Für eine gebäudeintegrierte Photovoltaikanlage werden höhere Fördersätze als für eine klassische Aufdach-Anlage Berücksichtigung finden, denn diese innovative Technologie übernimmt eine direkte Gebäudefunktion, zum Beispiel als Fassade, Dach, Balkonverkleidung oder als Sonnenschutz. Die Spezialisierung österreichischer Unternehmen auf gebäudeintegrierte Photovoltaik gelte als die Zukunftshoffnung auf dem internationalen Markt, zeigt sich Höbarth überzeugt. „Dieser neue Baustoff ermöglicht völlig neue architektonische Lösungen und kann so ein Symbol für den Aufbruch in das Solarzeitalter werden".
Die Förderaktion 2010 schließt direkt an die Förderung des Vorjahres an. 2009 konnte mit einer Fördersumme von 20 Mio. die Errichtung von mehr als 1.800 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 8.400 kW realisiert werden; Die Gesamtförderung deckte 2009 maximal 60 Prozent der Investitionskosten ab.
Minister Berlakovich und Ingmar Höbarth waren sich darin einig, die Bedeutung der erneuerbaren Energien für den Wirtschaftsstandort Österreich besonders zu unterstreichen. Mit 3.000 Green Jobs sei die Photovoltaik ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in unserem Land, betonte Berlakowich. In Zukunft hofft Höbarth, dass der Wirtschaftszweig der Photovoltaik bis 2020 etwa 15.000 Arbeitsplätze schaffen werde. Außerdem unterstütze man mit der Förderung die Spezialisierung heimischer Betriebe auf dem internationalen Markt in einem Segment, dem die Zukunft gehört.
Optimiertes Verfahren
Der Klima- und Energiefonds hat, um der zu erwartenden großen Nachfrage gerecht werden zu können, das Einreichverfahren optimiert und die technischen Systeme erweitert. Das Einreichverfahren ist nun zweistufig gestaltet und startet Ende Juni. Die Einreichtage wurden nach Bundesländern gestaffelt.
Die Antragstellung erfolgt ausschließlich online und nach dem "first-come – first-served" Prinzip, was so viel heißt, dass die Förderungen nach dem Einlangen der Ansuchen pro Bundesland gereiht und vergeben werden.
Antragsteller haben bis zum jeweiligen Bundesländerstart Zeit, um ein verbindliches Angebot einzuholen.
Salzburg ab 28.06.2010, 18:00 Uhr
Vorarlberg ab 28.06.2010, 18:00 Uhr
Burgenland ab 29.06.2010, 18:00 Uhr
Wien ab 29.06.2010, 18:00 Uhr
Niederösterreich ab 30.06.2010, 18:00 Uhr
Kärnten ab 05.07.2010, 18:00 Uhr
Tirol ab 05.07.2010, 18:00 Uhr
Oberösterreich ab 06.07.2010, 18:00 Uhr
Steiermark ab 07.07.2010, 18:00 Uhr
Sämtliche Informationen unter: www.klimafonds.gv.at/photovoltaik

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