23.08.2010
EU: Anteil erneuerbarer Energie steigt
2008 stieg der Anteil erneuerbarer Energie am Energieverbrauch in der EU27 auf 10,3 Prozent.
Der Beitrag erneuerbarer Energien zur Deckung des Bruttoendenergieverbrauchs in der EU27 lag im Jahr 2008 schätzungsweise bei 10,3 Prozent, 2007 betrug er 9,7 Prozent und 2006 erst 8,8 Prozent. Die 2009 verabschiedete Richtlinie zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen legt für alle Mitgliedstaaten Einzelziele fest, so dass im Jahr 2020 in der EU bis zu 20 Prozent der benötigten Energie aus erneuerbaren Quellen stammen. Bei der Festlegung dieser Ziele berücksichtigte man die unterschiedlichen Ausgangssituationen, das Potenzial im Bereich der erneuerbaren Energien und die wirtschaftliche Leistung der Mitgliedsstaaten.
Der höchste Anteil an erneuerbaren Energien an der Deckung des Gesamtverbrauchs wurde 2008 in Schweden verzeichnet, wo 44,4 Prozent der Energie aus erneuerbaren Quellen stammt. Dahinter rangieren Finnland (30,5%), Lettland (29,9%), Österreich (28,5%) und Portugal mit 23,2 Prozent. Die niedrigsten Werte meldeten Malta (0,2%), Luxemburg (2,1%), Großbritannien (2,2%), die Niederlande (3,2%) und Belgien (3,3%).
Fast alle Mitgliedstaaten haben den Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtverbrauch zwischen 2006 und 2008 gesteigert. Die höchsten Zuwachsraten verbuchte man in Österreich mit einem Anstieg von 24,8 Prozent für 2006 auf 28,5 Prozent im Jahr 2008, in Estland (von 16,1 auf 19,1 Prozent), Rumänien (von 17,5 auf 20,4 Prozent), Portugal (von 20,5 auf 23,2 Prozent) und in der Slowakei mit einem Anstieg von 6,2 auf 8,4 Prozent.
Quelle: Eurostat

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