30.08.2010
Appell
In einem offenen Brief haben sich die Umwelt- bzw. Energieminister der größten Volkswirtschaften Europas – Frankreich, Deutschland und Großbritannien – zu einem Treibhausgasreduktionsziel um 30 Prozent bis 2020 bekannt.
„Die Österreichische Bundesregierung, allen voran Bundeskanzler Werner Faymann und Vizekanzler Finanzminister Josef Pröll müssen sich diesem Vorschlag nun umgehend anschließen", fordert Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Umweltdachverbands. „Österreich darf nicht zum Klimaschutz-Bremser Europas werden. De facto bewegt sich ja auch das 30 Prozent-Ziel eigentlich an der untersten Linie dessen, was nötig sein wird, um den Klimawandel unter 2 Grad Celsius zu halten", so der Umweltdachverband.
Laut Heilingbrunner wäre dies auch in Zeiten der Budgetkonsolidierung leicht machbar, und zwar „mit einem zielgerichteten Maßnahmenpaket in Richtung, Energiesparen, Effizienzsteigerung und dem Ausbau erneuerbarer Energien.“ Wichtigste Schritte in diese Richtung sind der Abbau von Subventionen die Umwelt belastender Maßnahmen insbesondere im Energie- und Infrastrukturbereich, sowie der Start einer Gebäudesanierungsoffensive ebenso wie die Umsetzung einer aufkommensneutralen ökologisch sozialen Steuerreform.
„Mit einem Maßnahmenmix, der durch ein 30 Prozent-Ziel flankiert wird, könnte Österreich sowohl umwelt- als auch wirtschaftspolitisch wieder ins Spitzenfeld Europa aufschließen" betont der Präsident des Umweltdachverbands weiters in dem Appell.

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