07.09.2009
Großer Wärmepumpen-Erfolg
Die umweltfreundliche Wärmepumpe zählt in Österreich zu den beliebtesten Heiz- und Kühlsystemen. In einigen Bundesländern wird bereits jedes zweite neue Einfamilienhaus mit dieser Technologie ausgestattet.
Österreich ist eines der führenden Herstellerländer – ein entscheidender Grund dafür, dass der europäische Wärmepumpenverband (EHPA) nach Linz zu seiner Hauptversammlung und zum zweiten Europäischen Wärmepumpenforum einlud.
Partner der zweitägigen Veranstaltung war klima:aktiv Wärmepumpe. Die Initiative des Lebensministeriums organisierte bereits im März des Jahres den klima:aktiv Wärmepumpentag in Linz und trägt insgesamt entscheidend zum breiten Ausbau des Wärmepumpenmarktes in Österreich bei.
Anlässlich des Forums betonte der EHPA-Vorsitzende Karl Ochsner die große Bedeutung der kürzlich von Parlament und Rat verabschiedeten Erneuerbare-Energien-Richtlinie für die weitere Entwicklung der Wärmepumpentechnologie. Die Richtlinie definiert Rahmenbedingungen für den Einsatz von erneuerbaren Energien zur Erreichung der EU-Klimaziele bis 2020. Umgebungswärme aus Luft, Wasser und Erdreich, welche durch Wärmepumpen nutzbar gemacht werden kann, ist vollends in der Richtlinie berücksichtigt.
Ein Verdienst der fachlich fundierten Experten- und Politikberatung der EHPA und ein wichtiger Erfolg zur Erreichung der Energie- und Klimaziele, denn nun können alle Formen von Umgebungswärme auch zur Erreichung der Energie- und Klimaziele angerechnet werden.
Die Erneuerbare-Energien-Richtlinie wird im 4. Quartal dieses Jahres in Kraft treten. Das Potenzial, mit dem die Wärmepumpe die Ziele der Richtlinie unterstützen kann, ist gigantisch. Die Chancen, die sich durch Nutzung der Wärmepumpe ergeben, werden vom Markt erkannt. Der Anteil von Wärmepumpen im Neubau beträgt deshalb in Schweden fast 95 Prozent, in der Schweiz bereits 80 Prozent und in einigen österreichischen Bundesländern über 50 Prozent. Immer mehr Musteranlagen werden auch im Sektor der großvolumigen Gebäude errichtet.
Nach Einschätzung der EHPA könnten Wärmepumpen im Jahr 2020 20 Prozent des Raumwärmebedarfs in Europa abdecken. Dieser Anteil ließe sich bis zum Jahr 2050 auf 50 Prozent erhöhen. In verschiedenen Bereichen werden in den nächsten Jahren deshalb starke Marktzuwächse zu verzeichnen sein, so EHPA-Obmann Karl Ochsner.
Allerdings bedarf es zur Erreichung dieser Ziele trotz einer starken Eigendynamik der Märkte der Schaffung zuträglicher politischer Rahmenbedingungen. Im Rahmen des Wärmepumpenforums wurden im Anschluss an die Darstellung des politischen Umfelds die Marktzahlen ausgewählter europäischer Länder präsentiert sowie der Marktausblick 2009 des Europäischen Verbandes vorgestellt.
Der Nachmittag stand ganz im Zeichen des Einflusses effizienter Komponenten auf die Gesamteffizienz von Wärmepumpensystemen. Zum Abschluss des Forums lud die EnergieAG zur Besichtigung des Power Towers ein. Die neu eröffnete Konzernzentrale wurde als erstes Passiv-Bürohochhaus konzeptioniert und wird ausschließlich – und dies freute alle Anwesenden – mit Wärmepumpen beheizt.
www.ehpa.org

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