07.09.2009
Hocheffiziente Klimatechnik
In der vor kurzem in Achim bei Bremen eröffneten Filiale werden unter realen Bedingungen innovative Umwelttechnologien und alternative Energien wie Erdwärme, Sonnenenergie und Windkraft auf ihr Potenzial für eine nachhaltige Bewirtschaftung des Gebäudes geprüft.
Um einen Beitrag zum globalen Klimaschutz zu leisten und gleichzeitig die Energiekosten zu senken, setzt das Gastronomie-Unternehmen bei der Raumlufttechnik auf zwei Klimageräte, die das Gebäude neben der Geothermie mit „adiabater“ Verdunstung kühlen.
Durch die Nutzung dieses natürlichen Kühlprozesses sei die zur Kälteerzeugung notwendige Leistung der Verdichter um rund 50 Prozent reduziert worden. Die hocheffiziente Wärmerückgewinnung der Geräte sorge zudem für eine energiesparende Klimatisierung des Küchen- und des Lobbybereiches. Zum Einsatz kommen dabei außerdem integrierte CO2-Sensoren, um die Lobby bedarfsgerecht mit Frischluft zu versorgen.
Das neue EE-Tec-Restaurant ist nach Angaben des weltweit aufgestellten Gastronomie-Unternehmens ein wichtiger Bestandteil des eigenen Nachhaltigkeitskonzepts. In knapp dreijähriger Entwicklungs- und Bauzeit ist unter Mitwirkung einer Arbeitsgruppe der Hochschule Biberach ein Gebäudekonzept erarbeitet worden, das den Einsatz energieeffizienter Technologien zur Gebäudeklimatisierung vorsieht.
So seien mithilfe der „adiabaten“ Verdunstungskühlung Temperaturabsenkungen von bis zu 10K, also bspw. eine indirekte Vorkühlung der Außenluft von 32°C auf 22°C, möglich. Der verbleibende Kältebedarf von etwa 4K werde dann von einer in das Gerät integrierten Kompressionskältemaschine abgedeckt.
Um bei der Frischluftzufuhr möglichst viel nutzbare Energie im Gebäude zu belassen, überträgt ein hocheffizienter Doppel-Plattenwärmetauscher in Kreuz-Gegenstrom Schaltung die Wärme im Winter bzw. die Kälte im Sommer aus der Abluft an die Außenluft und erreicht dabei Rückgewinnungsgrade von mehr als 80 Prozent.
Zur Spitzenlastabdeckung bei der Gebäudeheizung im Winter sind die Anlagen mit reversierbaren Kältemaschinen ausgestattet. Die Zuluft wird dabei auf ein bedarfsgerechtes Temperaturniveau gebracht und unterstützt so die eigentlich für die Gebäudetemperierung zuständige Geothermie-Anlage. Die Wärmerückgewinnung sowie die Lastumkehr der Kältemaschinen boten nach Angaben des Mülheimer Lüftungs- und Klimatechnikherstellers darüber hinaus zwei wesentliche Vorteile: Zum einen konnte man den Wärmeerzeuger für die Gebäudeheizung wesentlich kleiner dimensionieren, und zum anderen ist kein wasserführender Heizkreis für die beiden Klimageräte auf dem Dach erforderlich.
Die eingesetzten Klimageräte arbeiten mit Luftvolumenströmen von 8.000 m3/h für den Küchenbereich bzw. 7.000 m3/h für die Lobby. Um den Gastraum bedarfsgerecht mit Frischluft zu versorgen, messen integrierte CO2-Sensoren kontinuierlich die Luftqualität. Wird dort ein bestimmter CO2-Grenzwert überschritten, passt das Klimagerät den für die aktuelle Besucherzahl erforderlichen Außenluftanteil im frei modulierenden Betrieb an. Zahlreiche Temperaturfühler sorgen zudem dafür, dass die Klimaanlage den anwesenden Gästen jederzeit ein optimales Temperaturniveau bietet. Darüber hinaus sind die Geräte mit einer BACnet-Anbindung ausgestattet, die sowohl das Monitoring als auch die Optimierung während des laufenden Betriebes ermöglicht.
Weiterhin steht eine automatische Reinigungsfunktion zur Verfügung, die den Wärmetauscher der Klimaanlage im Küchenbereich in frei wählbaren Zeitintervallen von Fett und sonstigen Reststoffen befreit.
www.menerga.com

GEBÄUDE INSTALLATION
|
|
NEWSLETTER
|
BESTELLEN |
|
|
ADVERTORIAL
|
Sicherheit am Bau: Aktuelle Tipps und Veranstaltungsreihen
|
Werbung
Werbung



Drucken
Empfehlen
Kommentieren
Share
Kommentar schreiben





