Objekt Hotel Royal Spa Kitzbühel
22.12.2009
Mehr als nur Luxus
Text: Mag. Gudrun Haigermoser
Sieben Kilometer vom namensgebenden Skiort Kitzbühel entfernt, in Jochberg, thront das neue Hotel Royal Spa Kitzbühel, das als einziges Hotel in Tirol Mitglied der noblen „The Leading Hotels of the World“-Gruppe ist. Neben dem sportlichen Schwerpunkt – das Haus liegt direkt am Pisteneinstieg in das Skigebiet Kitzbüheler Alpen und verfügt über eine Golfübungsanlage – legt man besonderen Wert auf ein exklusives und individuelles Wellnesserlebnis für den (gutbetuchten) Gast. Herzstück des Hotels bildet der „Mountain Health”-Spa-Bereich, der sich auf 2.700 m² über drei Etagen erstreckt. Hier findet man „den wahren Wellnessluxus“ mit verschiedenen Saunen, Wärmeliegen, Kräuter- und Edelsteinbehandlungen sowie mehrere Out- und Indoor-Swimmingpools. Ein ganz besonderes Erlebnis verspricht das Hildegard-von-Bingen-Dampfbad, das die mannigfache positive Wirkung von Kristallen mit jenen von Kräutern und Dampf verbindet. Ganz persönliche Erholungsbereiche sind die Private-Spa-Suiten, in denen die Gäste in privater Gesellschaft eine umfassende und ganz exklusive Spa-Welt vorfinden. Das von außen modern und klar wirkende, in hellen Tönen gehaltene Gebäude präsentiert im Inneren stärke Akzente. Die Innenarchitektur sieht sich als Mischung aus modernem Design und traditionellem Tiroler Stil.
Eine Antwort auf Zirbelstube und Kachelofen. Für die innenarchitektonische Gestaltung der 144 Luxuszimmer und -bäder im neuen Hotel Royal Spa Kitzbühel zeichnet ein bewährtes Interior-Design-Team verantwortlich. gebäude installation sprach mit DI Architekt David Lukas über atemberaubende Ein- und Ausblicke, moderne Antworten auf Zirbelstube und Kachelofen und natürlich über die aktuellen Trends in der Badezimmergestaltung wie Nanotechnologie und wassersparende Armaturen.

Auf mehr als 2.700 m2 erstreckt sich der luxuriöse Mountain-Health-Spa-Bereich.
„Mehr als nur Luxus – Individuelle Harmonie in privatem Ambiente.“ Unter diesem Motto steht laut dem Betreiber das (innen)architektonische Gesamtkonzept des neuen Hotel Royal Spa Kitzbühel. Wie interpretieren Sie als federführender Architekt bzw. als Interior-Design-Team diese Aussage? Das Hotel Royal Spa Kitzbühel ist immerhin ein Haus mit rund 140 Gästezimmern und beherbergt neben dem Hotelbetrieb auch eine weitläufige Spa- und Konferenzinfrastruktur. Wir bemühten uns, das Interior-Design – in Übereinstimmung mit dem Betriebskonzept – so zu gestalten, dass eine Balance zwischen öffentlichen Räumen und intimeren Rückzugsflächen gegeben ist. Familien, Sportler, Spa-Besucher sollten die für sie erforderliche Infrastruktur auf höchstem Standard vorfinden. Grundlage ist eine gegenwartsbezogene, gemütliche Architektur, die all den vorgegebenen Funktionsanforderungen gerecht wird.

Gleich mehrere Innen- und Außenpools laden zum exklusiven Badevergnügen ein.
Wie Sie erwähnten, kombiniert die Innenarchitektur modernes Design mit traditionellen Tiroler Stilelementen. Können Sie diese Mischung etwas genauer beschreiben? Als Architekturbüro mit einem Haupttätigkeitsfeld im Hoteldesign sind wir darin geübt, die Erwartungen der zukünftigen Gäste an das Hotel zu antizipieren. Dies resultiert regelmäßig in einem intensiven Informationsaustausch mit dem Betreiber bereits in der Anfangsphase unserer Tätigkeit. Bewusst wurde uns, dass wir den Gästen dieses Hauses nicht die gesuchten Qualitäten Tiroler Gastlichkeit vorenthalten dürfen, gleichwohl das Haus ein Epitom der Gegenwartsarchitektur ist. Somit galt es, entsprechende Antworten auf die traditionelle Zirbelstube und den Kachelofen zu finden.
Ein weiteres Zitat aus der Hotelbeschreibung: „Helle Farben, Individualität und beste Materialien bestimmen die Ausstattung der Zimmer und Suiten“. Welche Farben, Muster und Materialien stehen nun für den besonderen Luxuseffekt? Die Gästezimmer bestechen durch eine Lärchen-Massivholz-Vertäfelung, die den gesamten Foyerbereich umkleidet und im Bereich des Betthaupts als Rahmen für eine bunte, großgemusterte Wandbespannung dient. Diese wurde eigens als Kontrast zu den übrigen Stoffen entwickelt. Die vorherrschenden Farben sind ein dunkler Fraise-Ton in Teppich und Möbelstoffen.
Das Wort „Spa“ findet sich im Hotelnamen, und das großzügige „Mountain Health Spa“ lässt laut Beschreibung keine Wellnesswünsche offen. Spiegelt sich der Spa-Gedanke auch in den Bädern der Zimmer und Suiten wider? Sämtliche Bäder sind mit Badewanne und Dusche ausgestattet. Wert haben wir auf hochwertige Armaturen sowie Badezimmerporzellan gelegt. Wir sehen die Transparenz der Bäder als eines der besonderen Merkmale dieses Hauses: Bei der Morgendusche oder bei einem entspannten Bad gewährt Ihnen der Grundriss freie Sicht auf das fantastische Alpenpanorama! Die Qualität des Spas definiert sich durch die Servicequalität der Mitarbeiter und der vorgehaltenen Spa-Infrastruktur. Hier wurde mit dem Büro Schletterer einer der namhaftesten österreichischen Spa-Planer eingebunden. Gemeinsam wurde eine Designsprache erarbeitet, die das Spa in das Hoteldesign integriert.
Was „bieten” die Badezimmer an Ausstattung, Farben, Materialien ...? Oberflächenbelag in den Badzimmern ist eine großformatige homogene graubraune Feinsteinzeugfliese, die sich in ihrer Oberflächenbeschaffenheit zwischen Wand und Boden unterscheidet. Auf Kontrastflächen wie Duschwände und Spiegelumrandungen ist ein oranges Glasmosaik verlegt, das sich entsprechend von der großformatigen Fliese abhebt. Armaturen und Sanitärporzellan wurde aus den Häusern Hansgrohe und Duravit gewählt. Für Handtuchhalter und sonstige Badezimmerausstattung wurden Produkte von O.D.F. gewählt.

Die Oberflächen in den Bädern bestehen aus großen homogenen Feinsteinzeugfliesen. Das orange Glasmosaik setzt Kontraste sowohl in Form als auch in Farbe.
Welche Trends sind für Sie in der Badezimmergestaltung zurzeit aktuell? Gibt es einen roten Faden zu erkennen? Ein wichtiger Punkt ist der Wasserverbrauch: Wir bemerken in den letzten zwei Jahren wieder einen wachsenden Trend zu ökologischeren Hotelbädern. Hier ist der Fokus zumeist beim Wassersparen. Während wir vor sieben, acht Jahren von Hotelketten noch mit Programmen zur Verbesserung der Duschqualität konfrontiert wurden, was zumeist mit größeren, leistungsstärkeren Leitungen und Duschköpfen verbunden war, erscheint nun ein Trend zum Sparen. Moderne Perlatoreinsätze und sparsamere, intelligentere Brauseköpfe kommen zum Einsatz.
Ein weiterer Trend geht hin zur Nanotechnologie. Als weitere Tendenz möchte ich die LED-Beleuchtung hervorheben: Der vermehrte Einsatz von LEDs als Leuchtmitteln in Badezimmern führt zu neuen Beleuchtungslösungen. Wir setzen diese nun regelmäßig als indirekte Beleuchtung sowie zur Hinterleuchtung von Designelementen ein.
Ein großer Trend, vor allem im Hotelbereich, der vergangenen Jahre bestand darin, das Badezimmer in den (Wohn)Raum zu integrieren, also offene Badezimmerlösungen. Ist dieses Konzept für Sie ebenfalls ein Thema? Oder spürt man schon die Tendenz zurück zu mehr Privatsphäre im Badezimmer? Eine kategorische Antwort ist unmöglich. Im Falle unseres Hotelprojekts in Kitzbühel schienen uns architektonische und funktionale Qualitätsmerkmale – die direkte natürliche Belichtung im Badezimmer zu erhalten, den Bezug zur Natur sowie eine durch die Transparenz erlangte Großzügigkeit des Badezimmers – als stichhaltige Argumente für die optische Öffnung des Badezimmers. Doch diese ortsgebundenen Qualitäten sind in vielen anderen Häusern nicht vorhanden, womit zwangsläufig nach anderen Grundrissen zu suchen ist.
Die Integration von Badezimmern in den Wohnraum ist im Hotelbau auch eine Frage der Hotelausrichtung bzw. der Hotelkategorie: Gerade niedrig kategorisierte Hotels und Budgethotels sind auf geschlossene Badezimmer angewiesen, da sie im Regelfall vergleichsweise viele Gruppen beherbergen. Häufig teilen sich in diesem Gästesegment wenig sich nahestehende Personen ein Zimmer, womit zumindest die Intimsphäre im Badezimmer sichergestellt sein sollte.
www.porr-solutions.com
www.vi-hotels.com

Ruhebereich im Mountain-Health-Spa
Objekt: Fünf-Sterne-Hotel Royal Spa Kitzbühel, Kitzbüheler Straße 48, A-6373 Jochberg
Baubeginn: 2008
Eröffnung: 15. Dezember 2009
Zimmer: 144 Deluxe-Zimmer und Suiten (27 EZ, 96 DZ, davon 50 mit Verbindungstür, 8 Junior-Suiten, 9 Suiten, 3 Familiy-Suiten, 1 Presidential-Suite)
Hotel-Angebot: 6 Konferenzräume, À-la-carte-Restaurant, 2 Private-Dining-Rooms, Kaminbar, Zigarrenlounge, Bibliothek, Lobby-Bar, Vinothek; 146 Tiefgaragen- und Freistellplätze; Boutique, Ski- & Sport-Shop, Concierge-Service
Sport: Lage direkt an der Skipiste zu Kitzbühel, Inhouse Golf Simulator, PGA Golf Pro
Mountain Health Spa
Fläche: 2.700 m², 3 Etagen
Ausstattung Etagen:
Etage 1: Crystal-Spa-Suite, Pearl-Spa-Suite, Massageräume, Serailbad, Holistic-Cocooning, Spa-Rezeption, Fitness- & Cardio-Bereich, Nail-Studio, Medical-Spa-Bereich;
Etage 2: Soletherapie-Bereich, Indoor-Erlebnispool, Outdoor-Pool, Lounge, Bistro, Kitz-Spa-Suite, „Heilkraft der Berge” (Tiroler Steinölsauna, Tiroler Badestube, Hildegard-von-Bingen-Dampfbad), Relax-Zone, „Energie durch Feuer und Eis” (Lavasauna, offene Feuerstellen, Eisdusche, Eisnebel)
Etage 3: 4 Senses-Loungers, Meditationsraum mit Feuerstellen, Ruhe-Cubes, Vitaminbar
Grundstücksfläche: 17.200 m²
Nutzfläche: 20.600 m²
Geschoße: 8 oberirdisch, 1 unterirdisch
Fläche Wellness: 2.700 m²
Bauherr/Investor: Porr Solutions Immobilien- und Infrastrukturprojekte GmbH Ambo GesmbH
Betreiber: Vienna International Hotels & Resorts
Projektsteuerung: Porr Solutions Immobilien- und Infrastrukturprojekte GmbH
Generalunternehmer: Porr Projekt und Hochbau AG
Architekten: Büro Arch. DI Martin Aufschnaiter und Arch. Mag. Heinz Pedrini
Fassadengestaltung: Holzbauer & Partner Architekten
Interior-Design: UBM Bohemia Projectdevelopment-Planning-Construction, s.r.o. in Kooperation mit Veronika Jurkowitsch
Spa-Design: Schletterer Wellness & Spa Design GmbH
Armaturen,
Sanitär: Hansgrohe, Duravit

GEBÄUDE INSTALLATION
|
|
NEWSLETTER
|
BESTELLEN |
|
|
ADVERTORIAL
|
Sicherheit am Bau: Aktuelle Tipps und Veranstaltungsreihen
|
Werbung
B2B-KLEINANZEIGEN
Werbung



Drucken
Empfehlen
Kommentieren
Share
Kommentar schreiben





