Porträt Jochen Schmiddem
22.12.2009
der Wassermann
Text: Redaktion
Mit außergewöhnlichen Entwürfen und progressiven Designs gelingt es Jochen Schmiddem immer wieder, das Bad seiner Funktion als „Nasszelle“ zu entheben und eine private Wellness-Oase im Badezimmer zu schaffen. Das hat den Wahlberliner zu einem der weltweit erfolgreichsten Baddesigner gemacht, der auf der diesjährigen ISH in Frankfurt gleich mit zwei Weltpremieren vertreten war: Mit den Waschtisch-Serien „BetteBowl” und „BetteAqua” für Bette sowie mit dem ersten Pool für drinnen und draußen, dem „Blue Moon” von Duravit.
Mondbaden. Im Winter gemütlich abtauchen, im Sommer die Abkühlung genießen: Der „Blue Moon” von Jochen Schmiddem kann beides. Der Pool aus dem Hause Duravit ist sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich verwendbar. Der „Blue Moon” wird einmal gefüllt und hält durch eine integrierte Heizung die Wassertemperatur bei 38 °C konstant. Durch ein eingebautes System zur Desinfektion wird der Pool grundgereinigt, lediglich die normale Wasserpflege wie bei Schwimmbädern üblich ist notwendig. Nutzt man den „Blue Moon” einmal nicht zum Entspannen, wird mit einer Polsterauflage im Handumdrehen ein maritimes Sonnendeck daraus.
Waschtischpremiere. Pur und klar wie Wasser zeigen sich auch die von Jochen Schmiddem designten Waschtische für Bette. Die Serien „BetteBowl” und „BetteAqua” markieren die Waschtischpremiere des Unternehmens. „BetteBowl” zeichnet sich durch die harmonische Verbindung von Kreis und Rechteck aus, die eine Verbindung von Wasser und Design schafft. Ein freistehender Waschtisch in Form eines Monoliths erinnert an einen Brunnen und ist frei im Raum positionierbar. Das geradlinige Design lässt sich in unterschiedlichste Architekturen und Stile integrieren, vom Gäste-WC bis zur Bad-Architektur.
Der Designer. Seit 1990 mischt Jochen Schmiddem die internationale Designszene auf und gehört mittlerweile zu den weltweit renommiertesten Produktdesignern im Bad- und Sanitärbereich. In seinem Berliner Studio kreiert er Designs, die Nutzerfreundlichkeit mit einem hohen emotionalen Mehrwert kombinieren. Seine Philosophie: Neue Produkte sollen nützlicher als ihre Vorgänger und niemals erklärungsbedürftig sein, gleichzeitig aber ein emotionales Erlebnis erzeugen. Nach der Ausbildung zum Möbeltischler studierte Schmiddem Produktdesign und war nach dem Diplom mehrere Jahre für verschiedene Studios tätig. Die Kreationen Jochen Schmiddems sind bis weit über die Grenzen Europas bekannt und geschätzt und fanden nicht zuletzt in unterschiedlichen Hollywood-Produktionen Platz. Steven Spielberg orderte die Dusche „Cocoon” für seinen Film „Minority Report“, Kim Cattrall alias Samantha Jones entspannte im „Sex and the City”-Kinofilm in der „Blue Moon”. Die Arbeiten Jochen Schmiddems wurden und werden international mit den bedeutendsten Designpreisen ausgezeichnet, u. a. Good Design Award, Centre George Pompidou, Design Plus Award, Product Innovator Award, IF Design Award oder dem Red Dot Design Award, Nominierungen für den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland und den Interior Innovationspreis.

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