Firmenporträt
22.12.2009
Lehrlings-Biomasseheizwerk
Text: Redaktion
Die ursprüngliche Idee des Lehrlingsprojektes wurde auf Initiative der Mawera-Lehrlinge und der Personalabteilung geboren. Die sehr positive Reaktion der Gemeinde Eichenberg auf diese Idee bildete den Grundstein, das Vorhaben umzusetzen, und hat damit einen erheblichen Beitrag zum jetzigen Erfolg geleistet. Das Projekt Biomasseheizwerk Eichenberg ist aufgrund der lokalen Lage und der Anlagengröße als Lehrlingsprojekt besonders gut geeignet. Die Mawera-Lehrlingsausbildung baut auf einem Rotationskonzept auf, in dem die Lehrlinge während ihrer Ausbildung alle relevanten Fachbereiche der Mawera Holzfeuerungsanlagen GmbH durchlaufen. Im Rahmen des Lehrlingsprojektes werden den Lehrlingen insbesondere die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Fachabteilungen und deren Bedeutung im Rahmen eines Gesamtprojekts Biomasseheizwerk vermittelt.
Alle 20 Lehrlinge sind am Projekt beteiligt. Konstruktionslehrlinge führen unter der Aufsicht von erfahrenen Projektleitern die Projektleitung und Anlagenplanung durch. Stahlbautechniker-Lehrlinge sind aktiv in der Fertigung und der Baustellenmontage involviert. Im Schaltschrankbau und in der Steuerungstechnik lösen Mechatroniker und Elektroanlagentechniker ihre Aufgaben so weit möglich selbstverantwortlich. Im Mittelpunkt steht die Weiterentwicklung von Schlüsselqualifikationen der Lehrlinge. Dazu zählen das termingerechte Arbeiten in Teams nach Prozessen und die Entwicklung von technischen und wirtschaftlichen Lösungen anhand der Kundenanforderungen. Neben der Fachkompetenz wird sehr viel Wert auf Sozialkompetenz gelegt. Sehr wichtig ist das gemeinsame Lösen von Konflikten unter Zeitdruck und die Übernahme von Verantwortung. Die jährliche Umsetzung eines Lehrlingsprojekts wird daher in Zukunft ein immer wichtigerer Bestandteil der Lehrlingsausbildung.
Das Unternehmen. Mawera Holzfeuerungsanlagen GmbH wurde 1975 durch Alfred Steurer gegründet. Ziel war es von jeher, innovative, qualitativ hochwertige und somit zuverlässige Anlagen zur Verfeuerung von Holz herzustellen. Durch komplexe Computermodulierungen und verbrennungstechnische Optimierungen können in der von Mawera konstruierten und gebauten Low-NOx-Brennkammer die Emissionsgrenzwerte ohne zusätzliche Verwendung von Filtermaßnahmen erreicht werden. Der Betrieb erhielt mehrere Innovationspreise des Landes Vorarlberg und den Bayerischen Staatspreis für Forschung und hält mit Ende 2008 circa 190 Mitarbeiter an den Standorten Hard am Bodensee und Meiningen in Vorarlberg. Mit der Übernahme durch Viessmann Ende 2006 wird Mawera Holzfeuerungsanlagen ein Teil der Viessmann Anlagenbau Gruppe.

Vorratsbehälter des Biomasseheizwerks Eichenberg
Das Produktportfolio reicht von Brennstoffaustragungs- und Brennstofftransportsysteme über Feuerungsanlagen und Kessel bis zu Rauchgasreinigungssystemen und Steuerung. Somit können die Hauptkomponenten einer Biomasse-Feuerungsanlage in eigener Wertschöpfung hergestellt werden. Die Feuerungssysteme liegen im Leistungsbereich zwischen 110 kW und 13.000 kW. Die Systeme werden in den Baureihen Unterschubfeuerungen FU, Rostfeuerungen FSR/FSB, Einblasfeuerungen und Sonderfeuerungen unterschieden. Der „Help Desk“ ist in der Lage, sich über Datenleitung mit der Steuerung der Holzfeuerungsanlage zu verbinden und so einen Großteil der Störungen ohne Vor-Ort-Einsatz eines Technikers zu beheben.
Sonder- und Entwicklungsprojekte. Um die Innovationsstärke von Mawera noch weiter zu erhöhen, werden regelmäßig Sonder- und Entwicklungsprojekte durchgeführt. Hier sind Projekte im Bereich alternativer Brennstoffe wie der erfolgreichen Verbrennung von Windeln unter Einhaltung der Emissionsgrenzwerte in einer Sonderanlage zu sehen.
Ein weiteres Segment der Sonderprojekte stellen leistungsstarke Feuerungssysteme im Bereich der Kraft-Wärme-Kopplung KWK dar. In diesem Prozess wird einerseits elektrische Energie erzeugt, und andererseits kann die Restwärme aus dem ORC-Zyklus für Prozesswärme oder andere Wärmesenken herangezogen werden.
www.mawera.com
www.viessmann.com
Projektdaten
Biomasseheizwerk Eichenberg
• Ein Teil der zukünftigen Wärmekunden gründete eine Genossenschaft als Träger für das Projekt und den Betrieb der Biowärme-Anlage
• Brennstoffversorgung durch den eigenen Waldbestand
• Nahwärmeversorgung von Gemeindeamt, Kindergarten, Volksschule, Hotels, Ein- und Mehrfamilienhäuser
• Inbetriebnahme Frühjahr 2009
Daten der Holzfeuerung
• Unterschubfeuerung 350 kW mit automatischer Zündeinrichtung
• Filtertechnik mittels StaubÂabscheider
• Asche-Austragung erfolgt über Förderschnecke

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