Veranstaltung des VIZ
22.12.2009
Sicher durch die Turbulenzen
Nicht nur das anschließende Fahrsicherheitstraining am Gelände des ÖAMTC in Teesdorf lockte viele Besucher zur Veranstaltung des VIZ, dem Verband der Installationszuliefer-Industrie, sondern das Kernthema Energieeffizienz.
Text: Martin Pechal
Text: Martin Pechal

Ing. Christian Pelzl, Obmann des Fachverbands Ingenieurbüros
© Martin Pechal
Zwei Referate und eine Podiumsdiskussion versprachen einen spannenden Nachmittag. Aus verkehrstechnischen Gründen verschob sich passenderweise das Programm ein wenig, weshalb mit der Podiumsdiskussion begonnen wurde. Nach einleitenden Worten von Dipl.-Bw. Reinhold W. Scheuchl betrat der VIZ-Vorstand, flankiert von Bundesinnungsmeister KR Ing. Michael Mattes, Ing. Christian Pelzl vom Fachverband der Ingenieurbüros und Moderator Mag. Klaus Paukovits, die Bühne.

Dipl.-Bw. Reinhold W. Scheuchl (VIZ)
© Martin Pechal
Kernthema der Podiumsdiskussion war die These „Bessere Energieeffizienz senkt Kosten und steigert die Lebensqualität“. Zunächst ging man auf die Frage „geringere Betriebskosten oder geringere Investitionskosten“ ein, die oft nicht so eindeutig zu beantworten sei. „Vielfach wäre ein Energie-Autarkie-Coaching sicher sinnvoll“, so Pelzl. Dem stimmte sinngemäß auch Mattes zu und komplettierte seine Aussage mit den Worten: „Es ist sinnlos, dem Kunden etwas anzudrehen; das Produkt muss zu seinen Bedürfnissen passen!“ Auch zur Frage „Der Generalunternehmer – ein Gespenst?“ waren sich Scheuchl, Pelzl und Mattes überraschend einig. Scheuchl meinte, dass Generalunternehmer häufig rein wirtschaftliche Interessen hätten und daher zwar möglichst schnell, aber nicht sehr nachhaltig bauen bzw. planen würden. Oft seien auch die Angebote bereits viel zu billig, wodurch keine gute Verarbeitung mehr gewährleistet sei. Das sah auch Mattes so: „Ausschreibungen unter dem Einkaufpreis gehen einfach nicht!“, so der BIM. Äußerst wichtig sei es, sich an gewisse Standards zu halten. Generell war man sich einig, dass Investitionen in die Energieeffizienz langfristig den Geldbeutel schonen und für ein behagliches Umfeld sorgen. Vorplanen sei hier das Zauberwort, so Scheuchl. Den Heizungsraum als Wohlfühlraum zu definieren wollte sich Mattes nicht vorstellen. Im Bad- und Wohnbereich sei dies hingegen natürlich möglich.

KR Ing. Michael Mattes (Bundesinnungsmeister)
© Martin Pechal
Auch punkto Förderungen sprachen die drei Herren wie aus einem Munde. Die Förderlandschaft sein ein einziges Chaos, die Vergabe dauerte zu lange und die regionalen Unterschiede seien zu groß. Ohne Förderung jedoch, schloss Pelzl, gehe gar nichts. Im Anschluss an eine kurze Pause begann DI Johannes Fechners Vortrag. Der geschäftsführende Gesellschafter der 17 & 4 Organisationsberatung sprach zum Thema „Trend- und Zukunftsszenarien – der Blick in die Zukunft“. Hier möchte ich nicht zu viel vorwegnehmen, da dieser Vortrag als Fachkommentar in der gebäude installation erscheinen wird. Auch der entfallene Vortrag von Prof. Reinhard Haas von der TU Wien wird voraussichtlich in einer der nächsten Ausgaben zu studieren sein. Den Abschluss des Tages bildete ein Abendbuffet sowie ein abwechselndes Fahrtechniktraining in vier Gruppen.

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